AUSSERHALB DER GLIEDERTAXE

Verbrennungen

Unfallfolgen nach Verbrennungen, Verbrühungen und Verätzungen. Die Buchquelle erläutert die individuelle Einordnung anhand der Funktion und der Befunde.

Verbrennungsfolgen funktionell beurteilen

Bei Folgen von Verbrennungen, Verbrühungen und Verätzungen stehen die Auswirkungen auf die Haut und weitere betroffene Funktionen im Mittelpunkt. Die Buchquelle nennt dafür keine allgemein gültigen Invaliditätseckwerte. Die Karten erläutern die wichtigsten Gesichtspunkte; Details folgen darunter.

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Welche Funktion ist betroffen?

Zu betrachten sind die Schutzfunktion der Haut, ihre Mitwirkung an der Regulation von Temperatur und Flüssigkeit sowie mögliche Störungen des Tastempfindens.

Welche Befunde gehören dazu?

Die Quelle berücksichtigt Schweregrad und Ausdehnung der Verletzung, die Eigenschaften der Narben und mögliche Auswirkungen auf die Gelenkbeweglichkeit.

Wie erfolgt die Einordnung?

Die Befunde werden zu einem funktionellen Gesamtbild zusammengeführt. Ein pauschaler Invaliditätswert oder eine allgemeine Rechenformel lässt sich daraus nicht ableiten.

Quelle und Einordnung

Ärztliche Begutachtung, Kapitel 26.2.7.4, Abschnitt zu Verbrennungs-, Verbrühungs- und Verätzungsfolgen beziehungsweise Narben, Stand 12/2025, S. 471 (PDF-S. 495). Der Abschnitt enthält keine eigenständige Wertetabelle.

Die Quelle beschreibt die Zusammenführung der Befunde und den Vergleich mit Funktionsbeeinträchtigungen innerhalb und außerhalb der Gliedertaxe. Die einzelnen Beurteilungsmerkmale sind in den Fragen & Antworten erläutert.

Was bedeutet eigentlich Invalidität?

Invalidität ist die Leistungsgrundlage in der privaten Unfallversicherung. Der Versicherer leistet beispielsweise bei Verlust oder vollständiger Funktionsunfähigkeit eine bestimmte Summe aus der vereinbarten Versicherungssumme. Grundlage ist regelhaft ein Sachverständigengutachten, das anhand der Funktionsbeeinträchtigung den Invaliditätsgrad bemisst.

Mehr Details und Beispiele finden Sie in unserem Glossar.

ZUM GLOSSAR

Fragen & Antworten

Warum steht hier kein allgemeiner Invaliditätswert?

Die Buchquelle nennt für diese Folgen keine allgemein gültigen Invaliditätseckwerte. Die Auswirkungen auf die Hautfunktion und gegebenenfalls weitere Funktionen müssen individuell beschrieben werden. Ein Rechenbeispiel mit einem pauschalen Wert lässt sich aus dieser Quelle nicht ableiten.

Welche Angaben zur ursprünglichen Verletzung werden benötigt?

Der Abschnitt verlangt Angaben zu Schweregrad und Ausdehnung der Primärverletzung anhand der Behandlungsdokumentation.

Welche Hautfunktionen werden berücksichtigt?

Die Quelle nennt die äußere Schutzfunktion der Haut sowie ihre Mitwirkung an Temperatur-, Flüssigkeits- und Elektrolytregulation. Außerdem werden mögliche taktile Funktionsstörungen, also Störungen des Tastempfindens, berücksichtigt.

Wie werden Narben beschrieben?

Zur Narbenbeschreibung nennt die Quelle Pigmentierung, Höhe über dem Hautniveau, Textur, Stabilität und Dehnbarkeit. Hinzu kommen Durchblutung, Plausibilität eines Juckreizes und Störungen der Schweißsekretion.

Welche weiteren funktionellen Folgen sind zu beachten?

Narbenstränge können zusätzlich die Gelenkbeweglichkeit beeinträchtigen. Die beschriebenen Parameter werden zu einem Gesamtbild zusammengeführt und mit Funktionsbeeinträchtigungen innerhalb und außerhalb der Gliedertaxe verglichen.

NOCH ETWAS UNKLAR?

fragen@invaliditaet-online.de