Unfallfolgen im Bereich der Bauchdecke
Die Tabelle behandelt Funktionsstörungen durch narbige Veränderungen und Bauchwandhernien. Die erste Zeile jeder Fachwertetabelle ist frei sichtbar; weitere Fachwerte sind geschützt. Quellen, Hinweise zur Befundbegründung und ein Lesebeispiel folgen unter den drei Karten.
Unfallfolgen im Bereich der Bauchdecke
| Funktionsbeeinträchtigungen im Bereich Bauchdecke | Invalidität |
|---|---|
| Narbige Umwandlungen eines Teiles der Bauchwandmuskulatur | ≤ 5 % |
| Reponible Bauchwandhernie bis Tischtennisballgröße | ≤ 10 % |
| Reponible Bauchwandhernie bis Faustgröße | ≤ 15 % |
| Reponible Bauchwandhernie über Faustgröße | ≤ 20 % |
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Wie lese ich die Angaben?
Die Angaben sind unmittelbare Invaliditätswerte in Prozent außerhalb der Gliedertaxe. Sie werden nicht mit einem Gliedertaxewert multipliziert.
Welche Befunde sind gemeint?
Die Quelle unterscheidet reizlos und stabil verheilte Narben von nachgewiesenen Funktionsstörungen durch narbige Veränderungen oder Bauchwandhernien.
Was gehört zur Einordnung?
Die funktionellen Auswirkungen und die dazugehörigen Befunde sind zu beschreiben. Eine Grenze oder ein Bereich in der Tabelle ist kein automatisch anzusetzender Festwert.
Quelle und Einordnung
Quelle: Ärztliche Begutachtung, Kapitel 26.2.7.4, Tabelle 26.25, gedruckte Seite 470 / PDF-Seite 494, Stand 12/2025. Vier Datenzeilen; keine eigenen nummerierten Fußnoten.
Die Tabelle betrifft die Bemessung außerhalb der Gliedertaxe. Die Angaben sind unmittelbar in Prozent zu lesen. Die ergänzenden Erläuterungen und das Lesebeispiel finden Sie in den Fragen & Antworten.
Verwandte Inhalte
Was bedeutet eigentlich Invalidität?
Invalidität ist die Leistungsgrundlage in der privaten Unfallversicherung. Der Versicherer leistet beispielsweise bei Verlust oder vollständiger Funktionsunfähigkeit eine bestimmte Summe aus der vereinbarten Versicherungssumme. Grundlage ist regelhaft ein Sachverständigengutachten, das anhand der Funktionsbeeinträchtigung den Invaliditätsgrad bemisst.
Mehr Details und Beispiele finden Sie in unserem Glossar.
ZUM GLOSSARFragen & Antworten
Wie sind die Tabellenangaben zu lesen?
Die Tabelle betrifft die Bemessung außerhalb der Gliedertaxe. Ihre Angaben sind Invaliditätswerte in Prozent; sie werden nicht mit einem Arm-, Hand-, Bein- oder Fuß-Referenzwert multipliziert. Die genaue Einordnung hängt von der nachgewiesenen Funktionsstörung ab.
Welche ergänzenden Hinweise gehören zur fachlichen Einordnung?
| Ergänzende Erläuterungen |
|---|
| Reizlos und stabil verheilte Bauchwandnarben nach Bauchöffnung führen nach der Buchquelle regelhaft nicht zu funktionellen Beeinträchtigungen. Bei narbigen Umbildungen oder Verwachsungsbeschwerden verlangt die Quelle einen Nachweis der Funktionsstörungen, beispielsweise durch fotografische und/oder sonografische beziehungsweise kernspintomografische Befunde. |
| Die Quelle erläutert die funktionelle Abstufung von Bauchwandhernien anhand der Größe. Eine mögliche Einklemmung bei kleineren Hernien wird dort als regelhafte Operationsindikation und nicht als zu bewertender Unfallverletzungsfolgezustand eingeordnet. Die begleitende Erläuterung auf Druckseite 470 gehört zur Anwendung der Tabelle. |
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ZUM ZUGANGWie sieht ein konkretes Beispiel zur Tabelle aus?
| Lesebeispiel |
|---|
| Lesebeispiel: Bei einer reponiblen Bauchwandhernie bis Faustgröße nennt die Tabelle „≤ 15 %“. Dies bezeichnet eine Obergrenze und keinen automatisch anzusetzenden festen Wert. Die funktionell begründete Einordnung erfolgt unmittelbar in Prozent, ohne Multiplikation mit einem Gliedertaxe-Referenzwert. |
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ZUM ZUGANGWie kann ich die geschützten Inhalte ansehen?
Die erste Zeile jeder Fachwertetabelle ist frei sichtbar. Weitere Fachwerte sowie die geschützten Erläuterungen und Beispiele werden nach entsprechender Freischaltung zugänglich. Über „Zum Zugang“ neben der Tabelle gelangen Sie zu den Zugangsangeboten. Eine Anmeldung allein genügt dafür nicht.
NOCH ETWAS UNKLAR?
