GLIEDERTAXE

Hand – Funktions­beeinträchtigung

Unterarmdrehung, Handgelenk sowie Daumen- und Fingerfunktion. Die Tabellen erläutern die Bezugsgrößen und enthalten die zugehörigen Fußnoten und Beispiele.

Funktionsbeeinträchtigungen von Hand und Fingern

Die Tabellen betreffen Unterarmdrehung, Handgelenk sowie Daumen- und Fingerfunktionen. Die erste Zeile jeder Fachwertetabelle ist frei sichtbar; weitere Fachwerte sind geschützt. Die drei Karten erläutern die Bezugsgrößen. Die Fußnoten zu Tabellenwerten stehen direkt in der Tabelle; Quellen und Rechenbeispiele folgen unter den Karten.

Einschränkung der Unterarmdrehung auswärts/einwärts

Die Tabelle wurde im Vergleich zur Erstpublikation neu aufgenommen.

Unterarmdrehung auswärts/einwärts Invalidität
45–0–45 2/20 H [2]
90–0–45 2/20 H [2]
45–0–90 1/20 H [2]
[2] Die Werte tragen in der Buchvorlage zusätzlich die hochgestellte Ziffer 2; diese ist hier unverändert als [2] wiedergegeben.

Zum Anzeigen der vollständigen Tabelle Zugang freischalten.

ZUM ZUGANG

Handgelenk bei freier Unterarmdrehung

Funktionsbeeinträchtigung im Handgelenk Invalidität
Konzentrische Bewegungseinschränkung um drei Viertel der Norm 4/20 H
Konzentrische Bewegungseinschränkung um zwei Viertel der Norm 3/20 H
Konzentrische Bewegungseinschränkung um ein Viertel der Norm 2/20 H

Zum Anzeigen der vollständigen Tabelle Zugang freischalten.

ZUM ZUGANG

Daumen- und Fingerfunktionsbeeinträchtigungen

Daumen- und Fingerfunktionsbeeinträchtigung Invalidität
Instabilität des Daumengrundgelenks nach „Skidaumen“ 2/20 D
Instabilität des Daumengrundgelenks mit Einschränkung der Gegenüberstellfähigkeit des Daumens nach „Skidaumen“ 4/20 D
Fehlende aktive Streckbarkeit am Endgelenk eines Langfingers bei z. B. Defekt der Strecksehne 2/20 Fi

Zum Anzeigen der vollständigen Tabelle Zugang freischalten.

ZUM ZUGANG

Bewegungssystem interaktiv im Invatar erleben

→

Wie lese ich die Angaben?

H steht für Handwert, D für Daumenwert und Fi für Fingerwert. Achten Sie auf den Buchstaben direkt hinter dem Bruch.

Welche Funktion ist betroffen?

Die Unterarmdrehung und das Handgelenk werden in eigenen Tabellen beschrieben. Daumen- und Fingerfunktionen stehen in Tabelle 26.14.

Wie wird gerechnet?

Der fachlich begründete Anteil wird mit dem passenden vertraglichen Referenzwert multipliziert. Ein Tabellenbruch allein ist noch kein Invaliditätsgrad in Prozent.

Quelle und Einordnung

Quelle: Tabelle 26.12, Druckseiten 456–457 / PDF-Seiten 480–481, Stand 12/2025. Die Bewegungsangaben folgen der Reihenfolge auswärts – Neutralstellung – einwärts. Bezugsgröße H; Hand-Referenzwert im Beispiel 55 %.

Quelle: Tabelle 26.13, Druckseite 457 / PDF-Seite 481. Die Tabelle betrifft konzentrische Bewegungseinschränkungen des Handgelenks bei freier Unterarmdrehung. Bezugsgröße H, Referenzwert im Beispiel 55 %. Keine eigenen Fußnotenziffern.

Quelle: Tabelle 26.14, Druckseite 457 / PDF-Seite 481. Je nach betroffener Funktion werden D oder Fi verwendet. Der vertragliche Daumen-Referenzwert im Beispiel beträgt 20 %. Keine eigenen Fußnotenziffern.

Die Erläuterungen zu den verlinkten Tabellenziffern stehen als eigene Zeilen am Ende der jeweiligen Tabelle. Weitere Hinweise und Beispiele finden Sie in den Fragen & Antworten.

Was bedeutet 3/20 bei der Invaliditätsbemessung?

Bei der Invaliditätsbemessung in der privaten Unfallversicherung werden Funktionsbeeinträchtigungen von Gliedmaßen innerhalb der Gliedertaxe häufig als Bruchteile der vollständigen Funktion angegeben. 3/20 entsprechen drei Zwanzigsteln des vereinbarten Gliedmaßenwerts. Ist ein Arm in den Versicherungsbedingungen beispielsweise mit 70 Prozent der Versicherungssumme bewertet, ergeben 3/20 Arm einen Invaliditätsgrad von 10,5 Prozent.

Mehr Details und Beispiele finden Sie in unserem Glossar.

ZUM GLOSSAR

Fragen & Antworten

Welche Bezugsgrößen und vertraglichen Referenzwerte werden verwendet?

H = Handwert, D = Daumenwert, Fi = Fingerwert. Quelle: Ärztliche Begutachtung, Kapitel 26.2, Druckseite 445 / PDF-Seite 469. Vertragliche Referenzwerte aus den im Buch wiedergegebenen AUB-Musterbedingungen Deutschland, Stand 2020: Hand 55 %, Daumen 20 %, Zeigefinger 10 %, andere Finger 5 % (Druckseite 446 / PDF-Seite 470). Maßgeblich ist der individuelle Versicherungsvertrag.

Wie wird die Unterarmdrehung eingeordnet und das Beispiel berechnet?
Einordnung und Rechenbeispiel
Ergänzende Erläuterung nach Fußnote 3 zu Tabelle 26.7: Die isolierte Aufhebung oder Einschränkung der Unterarmdrehung wird wegen der daraus folgenden Beeinträchtigung der Handfunktion nach Handwert bemessen. Die vollständige Fußnote steht bei der zentralen Versteifungstabelle.
Rechenbeispiel: Bewegungsausmaß 45–0–45, Bezugsgröße H, Referenzwert 55 %, Anteil 2/20. 55 % × 2/20 = 55 % × 0,1 = 5,5 %.

Zum Anzeigen der vollständigen Tabelle Zugang freischalten.

ZUM ZUGANG
Wie wird das Beispiel zur Handgelenksfunktion berechnet?
Rechenbeispiel
Rechenbeispiel: Bewegungseinschränkung um drei Viertel der Norm, Anteil 4/20 H. 55 % × 4/20 = 55 % × 0,2 = 11 %.

Zum Anzeigen der vollständigen Tabelle Zugang freischalten.

ZUM ZUGANG
Wie wird das Beispiel zur Daumenfunktion berechnet?
Rechenbeispiel
Rechenbeispiel: Instabilität des Daumengrundgelenks nach „Skidaumen“, Bezugsgröße D, Anteil 2/20. 20 % × 2/20 = 20 % × 0,1 = 2 %.

Zum Anzeigen der vollständigen Tabelle Zugang freischalten.

ZUM ZUGANG
Wie kann ich die geschützten Inhalte ansehen?

Die erste Zeile jeder Fachwertetabelle ist frei sichtbar. Weitere Fachwerte sowie die geschützten Erläuterungen und Beispiele werden nach entsprechender Freischaltung zugänglich. Über „Zum Zugang“ neben der Tabelle gelangen Sie zu den Zugangsangeboten. Eine Anmeldung allein genügt dafür nicht.

NOCH ETWAS UNKLAR?

fragen@invaliditaet-online.de