Versteifungswerte der unteren Gliedmaßen
Die Tabelle betrifft Versteifungen in funktionsgünstiger Stellung an Hüfte, Knie, Sprunggelenken und Zehen. Die erste Zeile ist frei sichtbar. Die Fußnoten stehen als eigene Zeilen am Ende der Tabelle. Weitere Hinweise und das Rechenbeispiel finden Sie unterhalb der drei Karten.
Untere Extremität: Versteifung in funktionsgünstiger Stellung
| Versteifung in funktionsgünstiger Stellung | Invalidität |
|---|---|
| Hüftgelenk | 10/20 B |
| Kniegelenk | 8/20 B |
| Oberes Sprunggelenk | 6/20 F |
| Unteres Sprunggelenk [13] | 4/20 F |
| Oberes und unteres Sprunggelenk | 9/20 F |
| Großzehengrundgelenk [14] | 8/20 Gz |
| Grundgelenk andere Zehe | 6/20 Z |
| [13] Hinteres und vorderes unteres Sprunggelenk werden als eine funktionelle Einheit betrachtet. | |
| [14] Die ursprünglich postulierte funktionsgünstige Großzehenversteifung im Grundgelenk in Dorsalextension von 20–25° wurde wieder verlassen, da sie in Relation zur Fußauftrittsebene des belasteten Fußes schwer messbar ist. Es wurde konsentiert, dass man am belasteten Fuß beurteilt, ob die Großzehe bei Flexion im Endgelenk suffizienten Bodenkontakt hat. Dies mindert auch die Schwierigkeit der Beurteilung der Stellung bei Fußfehlformen (Hohl- oder Plattfuß). | |
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Wie lese ich die Angaben?
B bedeutet Beinwert, F Fußwert, Gz Großzehenwert und Z Zehenwert. Die Tabelle nennt Bruchteile der jeweiligen Bezugsgröße.
Welche Stellung ist gemeint?
Tabelle 26.16 betrifft eine funktionsgünstige Stellung. Bei Zehenversteifungen in ungünstiger Stellung ist die gesonderte Tabelle auf „Fuß – Versteifung“ zu beachten.
Welche Hinweise gehören dazu?
Die Fußnoten 13 und 14 erläutern das untere Sprunggelenk als funktionelle Einheit und die Beurteilung der Großzehenstellung am belasteten Fuß.
Quelle und Einordnung
Quelle: Ärztliche Begutachtung, Kapitel 26.2, Tabelle 26.16, gedruckte Seite 459 / PDF-Seite 483, Stand 12/2025. Die erste Datenzeile ist frei sichtbar. Die weiteren Werte sind nach Freischaltung verfügbar.
Die Erläuterungen zu den verlinkten Tabellenziffern stehen als eigene Zeilen am Ende der jeweiligen Tabelle. Weitere Hinweise und Beispiele finden Sie in den Fragen & Antworten.
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Was bedeutet 3/20 bei der Invaliditätsbemessung?
Bei der Invaliditätsbemessung in der privaten Unfallversicherung werden Funktionsbeeinträchtigungen von Gliedmaßen innerhalb der Gliedertaxe häufig als Bruchteile der vollständigen Funktion angegeben. 3/20 entsprechen drei Zwanzigsteln des vereinbarten Gliedmaßenwerts. Ist ein Arm in den Versicherungsbedingungen beispielsweise mit 70 Prozent der Versicherungssumme bewertet, ergeben 3/20 Arm einen Invaliditätsgrad von 10,5 Prozent.
Mehr Details und Beispiele finden Sie in unserem Glossar.
ZUM GLOSSARFragen & Antworten
Welche Fußnoten gehören zur Tabelle 26.16?
Die Ziffern [13] und [14] führen zu den Erläuterungen am Ende der Tabelle.
Wie werden Bezugsgröße und Referenzwert im Beispiel verwendet?
B = Beinwert, F = Fußwert, Gz = Großzehenwert, Z = Zehenwert. Quelle der Abkürzungen: Druckseite 445 / PDF-Seite 469. Die Tabelle nennt Bruchteile der jeweiligen Bezugsgröße. Für das Hüftgelenk wird B verwendet.
Die im Buch wiedergegebenen AUB-Musterbedingungen Deutschland, Stand 2020, nennen für den Verlust des Beins über der Mitte des Oberschenkels 70 %. Quelle: Druckseite 458 / PDF-Seite 482. Dies ist der hier verwendete vertragliche Bein-Referenzwert; der konkrete Vertrag kann abweichen.
Beispiel zur ersten Tabellenzeile: Hüftgelenk in funktionsgünstiger Stellung versteift; Bezugsgröße B, Referenzwert 70 %, Anteil 10/20. Formel: 70 % × 10/20 = 70 % × 0,5 = 35 %.
Wie kann ich die geschützten Inhalte ansehen?
Die erste Datenzeile jeder Tabelle ist frei sichtbar. Die weiteren Fachwerte und geschützten Erläuterungen werden nach entsprechender Freischaltung zugänglich. Über „Zum Zugang“ neben der Tabelle gelangen Sie zu den Zugangsangeboten.
NOCH ETWAS UNKLAR?
