Funktionsbeeinträchtigungen des Beins
Die Tabellen betreffen Hüfte, Knie sowie isolierte Längen- und Achsabweichungen. Die erste Zeile jeder Fachwertetabelle ist frei sichtbar; weitere Fachwerte und konkrete Beispiele sind geschützt. Die Fußnoten zu Tabellenwerten stehen direkt in der Tabelle; Quellen und weitere Einzelheiten folgen unter den drei Karten.
Funktionsbeeinträchtigungen im Hüftgelenk
| Funktionsbeeinträchtigung im Hüftgelenk | Invalidität |
|---|---|
| Streckdefizit > 5° bis ≤ 10° | 1/20 B |
| Beugung bis 120° | 1/20 B |
| Beugung bis 90° | 2/20 B |
| Beugung bis 60° | 4/20 B |
| Beugung bis 30° | 8/20 B |
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ZUM ZUGANGFunktionsbeeinträchtigungen im Kniegelenk
| Funktionsbeeinträchtigung im Kniegelenk | Invalidität |
|---|---|
| Streckdefizit > 5° bis ≤ 10° | 1/20 B |
| Streckdefizit > 10° bis ≤ 15° | 2/20 B |
| Streckdefizit > 15° bis ≤ 20° | 3/20 B |
| Streckdefizit > 20° | Je nach Ausmaß, mindestens jedoch 4/20 B |
| Beugung bis 90° | 1/20 B |
| Beugung bis 60° | 4/20 B |
| Beugung bis 30° | 7/20 B |
| Instabilität leichtgradig eindimensional [15] | 1/20 B |
| Instabilität leichtgradig zweidimensional [15] | 3/20 B |
| Instabilität mittelgradig eindimensional [15] | 3/20 B |
| Instabilität mittelgradig zweidimensional [15] | 6/20 B |
| Instabilität hochgradig eindimensional [15] | 5/20 B |
| Instabilität hochgradig zweidimensional [15] | 10/20 B |
| [15] Leicht-, mittel- und hochgradig werden nach der klinischen Bandnachgiebigkeit definiert wie folgt: Leichtgradig: > 3 mm bis ≤ 5 mm; mittelgradig: > 5 mm bis ≤ 10 mm; hochgradig: > 10 mm. | |
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ZUM ZUGANGIsolierte Längenabweichungen
Längen- und Achsabweichungen treten selten isoliert auf und sind regelhaft subsumierend in der Gesamtinvalidität zu berücksichtigen.
| Isolierte Längenabweichung | Invalidität |
|---|---|
| > 1 cm bis ≤ 2 cm | 1/20 B |
| > 2 cm bis ≤ 3 cm | 2/20 B |
| > 3 cm bis ≤ 5 cm | 3/20 B |
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ZUM ZUGANGIsolierte Achsabweichungen
Längen- und Achsabweichungen treten selten isoliert auf und sind regelhaft subsumierend in der Gesamtinvalidität zu berücksichtigen.
| Isolierte Achsabweichung | Invalidität |
|---|---|
| > 5° bis ≤ 10° | 1/20 B |
| > 10° bis ≤ 20° | 2/20 B |
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Wie lese ich die Angaben?
B steht für Beinwert. Die Tabellen nennen Bruchteile dieses Werts; der vertragliche Referenzwert ist gesondert zu prüfen.
Welche Funktion ist betroffen?
Bei Hüfte und Knie sind die jeweils beschriebenen Bewegungsgrenzen und gegebenenfalls die Instabilität zu beachten.
Wie sind Abweichungen einzuordnen?
Längen- und Achsabweichungen werden in eigenen Tabellen behandelt. Die zugehörigen Erläuterungen und Fußnoten gehören zur funktionellen Gesamtbeurteilung.
Quelle und Einordnung
Quelle: Tabelle 26.18, Druckseite 461 / PDF-Seite 485, Stand 12/2025. Betroffene Funktionen: Streckung und Beugung. Bezugsgröße B; Referenzwert im Beispiel 70 %. Keine eigenen Fußnotenziffern.
Quelle: Tabelle 26.19, Druckseite 462 / PDF-Seite 486. Die Tabelle unterscheidet Streckdefizit, Beugung und Instabilität. Bezugsgröße B; Referenzwert im Beispiel 70 %.
Quelle: Tabelle 26.21, Druckseite 463 / PDF-Seite 487. Die Tabelle betrifft isolierte Längenabweichungen; Bezugsgröße B, Referenzwert im Beispiel 70 %.
Quelle: Tabelle 26.22, Druckseite 463 / PDF-Seite 487. Die Tabelle betrifft isolierte Achsabweichungen; Bezugsgröße B, Referenzwert im Beispiel 70 %.
Die Erläuterungen zu den verlinkten Tabellenziffern stehen als eigene Zeilen am Ende der jeweiligen Tabelle. Weitere Hinweise und Beispiele finden Sie in den Fragen & Antworten.
Verwandte Inhalte
Was bedeutet 3/20 bei der Invaliditätsbemessung?
Bei der Invaliditätsbemessung in der privaten Unfallversicherung werden Funktionsbeeinträchtigungen von Gliedmaßen innerhalb der Gliedertaxe häufig als Bruchteile der vollständigen Funktion angegeben. 3/20 entsprechen drei Zwanzigsteln des vereinbarten Gliedmaßenwerts. Ist ein Arm in den Versicherungsbedingungen beispielsweise mit 70 Prozent der Versicherungssumme bewertet, ergeben 3/20 Arm einen Invaliditätsgrad von 10,5 Prozent.
Mehr Details und Beispiele finden Sie in unserem Glossar.
ZUM GLOSSARFragen & Antworten
Welcher vertragliche Referenzwert wird verwendet?
B = Beinwert. Quelle: Ärztliche Begutachtung, Kapitel 26.2, Druckseite 445 / PDF-Seite 469. Die Rechenbeispiele verwenden 70 % als vertraglichen Referenzwert für den Verlust des Beins über der Mitte des Oberschenkels; Quelle sind die im Buch wiedergegebenen AUB-Musterbedingungen Deutschland, Stand 2020, Druckseite 458 / PDF-Seite 482. Der konkrete Versicherungsvertrag ist maßgeblich.
Wie wird das Beispiel zur Hüftfunktion berechnet?
| Rechenbeispiel |
|---|
| Rechenbeispiel: Beugung bis 90°, Anteil 2/20 B. 70 % × 2/20 = 70 % × 0,1 = 7 %. |
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ZUM ZUGANGWie wird das Beispiel zur Kniefunktion berechnet?
| Rechenbeispiel |
|---|
| Rechenbeispiel: Beugung bis 60°, Anteil 4/20 B. 70 % × 4/20 = 70 % × 0,2 = 14 %. |
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ZUM ZUGANGWas ist bei isolierten Längenabweichungen zu beachten?
| Hinweise und Rechenbeispiel |
|---|
| Unfallbedingte Längendifferenzen > 5 cm bedürfen einer ganz individuellen Betrachtung, da regelhaft andere Verletzungsfolgen im Vordergrund stehen dürften. |
| Rechenbeispiel: Isolierte Längenabweichung > 2 cm bis ≤ 3 cm, Anteil 2/20 B. 70 % × 2/20 = 7 %. |
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ZUM ZUGANGWas ist bei isolierten Achsabweichungen zu beachten?
| Hinweise und Rechenbeispiel |
|---|
| Unfallbedingte Achsabweichungen > 20° bedürfen einer ganz individuellen Betrachtung, da regelhaft andere Verletzungsfolgen im Vordergrund stehen dürften. |
| Rechenbeispiel: Isolierte Achsabweichung > 5° bis ≤ 10°, Anteil 1/20 B. 70 % × 1/20 = 3,5 %. |
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ZUM ZUGANGWie kann ich die geschützten Inhalte ansehen?
Die erste Zeile jeder Fachwertetabelle ist frei sichtbar. Weitere Fachwerte sowie die geschützten Erläuterungen und Beispiele werden nach entsprechender Freischaltung zugänglich. Über „Zum Zugang“ neben der Tabelle gelangen Sie zu den Zugangsangeboten. Eine Anmeldung allein genügt dafür nicht.
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