GLIEDERTAXE

Fuß – Verlust

Vertragliche Fuß- und Zehenwerte sowie die zusätzliche fachliche Verlusttabelle. Die vertraglichen Referenzwerte sind frei sichtbar.

Verlustwerte von Fuß und Zehen

Die erste Tabelle zeigt die öffentlich zugänglichen AUB-Referenzwerte. Darunter folgt die Fachtabelle mit einer frei sichtbaren ersten Zeile zu Teilverlusten des Fußes. Die Karten erläutern die Bezugsgrößen; Quellen, Fußnote und Rechenbeispiel stehen weiter unten.

Vertragliche Verlustwerte: Fuß und Zehen

Verlust / Bezugsgröße Vertraglicher Referenzwert
Fuß – Syme-Amputation 40 %
Große Zehe 5 %
Andere Zehe 2 %

Verlustwerte von Fußteilen

Verlust von Fußteilen Invalidität
Chopart-Amputation (Amputation in der sog. Chopartschen Gelenklinie; lediglich Rückfuß mit Sprung- und Fersenbein erhalten) [12] 14/20 F
Lisfranc-Amputation (Amputation in der sog. Lisfranc’schen Gelenklinie zwischen Fußwurzel und Mittelfuß) 10/20 F
Sharp-Amputation (Mittelfuß teilweise erhalten) 7/20 F
[12] Der Eckwert bezieht sich auf eine funktionsgünstige Stellung, umfasst also nicht den häufigen Fall, dass es durch Zug der Achillessehne bei ungenügender Refixation der Tibialis-anterior-Sehne zu einer ungünstigen Spitzfußstellung kommt, die trotz orthetischer Versorgung eine Belastung des Fußes unmöglich macht.

Zum Anzeigen der vollständigen Tabelle Zugang freischalten.

ZUM ZUGANG

Bewegungssystem interaktiv im Invatar erleben

→

Wie lese ich die Angaben?

Die AUB-Tabelle nennt Prozentwerte. Die Fachtabelle verwendet Bruchteile des Fußwerts F. Gz bedeutet Großzehenwert und Z Zehenwert.

Was bedeuten die Werte?

Vertraglicher Referenzwert und fachlicher Anteil erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Die AUB-Werte beziehen sich auf die Musterbedingungen von 2020; der konkrete Vertrag kann abweichen.

Welche Verlusthöhe ist gemeint?

Die Fachtabelle unterscheidet die Amputationshöhen Chopart, Lisfranc und Sharp. Die Funktionsbedingungen aus Fußnote 12 gehören zur Anwendung des Chopart-Eckwerts.

Quelle und Einordnung

Quelle: im Buch Ärztliche Begutachtung wiedergegebene AUB-Musterbedingungen (Deutschland, Stand 2020), gedruckte Seite 458 / PDF-Seite 482. Es handelt sich um vertragliche Referenzwerte. Individuelle Versicherungsbedingungen können abweichen; maßgeblich bleibt der konkrete Vertrag.

Original: Tabelle 26.15, Ärztliche Begutachtung, Kapitel 26.2, Stand 12/2025, gedruckte Seite 458 / PDF-Seite 482.

Die Erläuterungen zu den verlinkten Tabellenziffern stehen als eigene Zeilen am Ende der jeweiligen Tabelle. Weitere Hinweise und Beispiele finden Sie in den Fragen & Antworten.

Was bedeutet 3/20 bei der Invaliditätsbemessung?

Bei der Invaliditätsbemessung in der privaten Unfallversicherung werden Funktionsbeeinträchtigungen von Gliedmaßen innerhalb der Gliedertaxe häufig als Bruchteile der vollständigen Funktion angegeben. 3/20 entsprechen drei Zwanzigsteln des vereinbarten Gliedmaßenwerts. Ist ein Arm in den Versicherungsbedingungen beispielsweise mit 70 Prozent der Versicherungssumme bewertet, ergeben 3/20 Arm einen Invaliditätsgrad von 10,5 Prozent.

Mehr Details und Beispiele finden Sie in unserem Glossar.

ZUM GLOSSAR

Fragen & Antworten

Welche Bezugsgröße verwendet die Fachtabelle?

Abkürzungen nach dem Buch, gedruckte Seite 445 / PDF-Seite 469: F = Fußwert, Gz = Großzehenwert, Z = Zehenwert. Die Fachtabelle zu Fußteilen verwendet den Fußwert F als Bezugsgröße.

Welche Bedeutung hat die Verlusthöhe und wie wird der Wert berechnet?

Die Tabelle unterscheidet die im Buch bezeichneten Amputationshöhen Chopart, Lisfranc und Sharp. Die Funktionsbedingungen der Fußnote 12 gehören zur Anwendung des Chopart-Eckwerts.

Rechenbeispiel
Berechnungsbeispiel – Sharp-Amputation: Bezugsgröße F = Fußwert. Bei einem vertraglichen Fuß-Referenzwert von 40 % und dem Tabellenanteil 7/20 F lautet die Formel: 40 % × 7/20. Rechenschritte: 40 % × 7 ÷ 20. Ergebnis: 14 % Invalidität. Der Referenzwert stammt aus der oben angegebenen Wiedergabe der AUB-Musterbedingungen.

Zum Anzeigen der vollständigen Tabelle Zugang freischalten.

ZUM ZUGANG
Wie rechne ich einen Bruch in Prozent um?

Vertraglicher Referenzwert × fachlicher Anteil = Invaliditätsgrad. Reines Rechenbeispiel: 5 % × 8/20 = 2 %. Der Bruch ist kein eigenständiger Prozentwert; Bezugsgröße und betroffene Funktion müssen jeweils bestimmt sein.

Wie kann ich die geschützten Inhalte ansehen?

Die AUB-Referenzwerte sind vollständig frei sichtbar. Die erste Zeile der ergänzenden Fachtabelle ist ebenfalls frei sichtbar. Weitere Fachwerte sowie die geschützten Fußnoten und Beispiele werden nach entsprechender Freischaltung zugänglich. Über „Zum Zugang“ neben der Fachtabelle gelangen Sie zu den Zugangsangeboten.

NOCH ETWAS UNKLAR?

fragen@invaliditaet-online.de